quote

Lots has been written these days about Robert A. Zimmerman on the occasion of him turning ancient. But one text I really liked, published in Tagesspiegel on May 24th.
Rüdiger Schaper writes:
“Das 20. Jahrhundert hat, vom Totalitarismus bis zur Pop-Kultur und zum Sport, mächtige Ersatzreligionen hervorgebracht. Und immer haben Fans versucht, eines ihrer Idole zum Gott auszurufen. Elvis Presley, Eric Clapton, Michael Jackson und John Lennon, der mal von sich sagte, er sei berühmter als Jesus, gehören auf die blasphemische Liste des Pop. Aber der einzige ernsthafte Anwärter auf das höchste Amt ist Bob Dylan, aus gutem Grund: Er antwortet nicht auf Gebete, er erhört sie nicht. Und er hat sie alle, Fans wie Exegeten, über Jahrzehnte stets enttäuscht. Darauf ist Verlass.
„Gott, das ist der Begriff nur von sich selbst, der kein Prädikat duldet“, heißt ein Satz aus dem mittelalterlichen „Buch der Philosophen“.
Keine schlechte Beschreibung eines Künstlers, dessen poetische Kraft und Aura zu groß ausgefallen sind für einen einzelnen Menschen, der geschlagen, gesegnet war von zu viel Zeitgeist, zumal in den Sechzigern. „Dylan ist praktisch eine Religion“, schrieb „Newsweek“ Ende 1963, sein Ruhm grenze an Anbetung.”

The entire article, and some nice pics on top, is here.

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