complaint

All this work is taking its toll by now. As per usual before a holiday. Might be, because I know its drawing closer that I find it harder to cope. Or else it is just too much. Come to think of it, my last break was over a year ago save for the four days in Poland start of October. To be honest: I have it up to here. And I am tired. So very tired. A tiredness that has not so much to do with lack of sleep but more with lack of stamina. As complaint never helps much, I’ll stop right here. And have someone put things back into perspective, all the while cheering me up: a little video clip called “everthing’s amazing, nobody is happy”. Have a look…

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6 thoughts on “complaint

  1. … könnte es sein (Achtung, Dr. Postel-Bartholdy züchoanalysiert!!!), dass Du auch deshalb Englisch schreibst, weil Deutsch “belastet” ist durch die Sektenvorgeschichte…

    (… hiermit wollte ich eigentlich nur zeigen, dass ich hin und wieder den Blick vom Bauchnabel zu heben pflege… hüstel…)

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    1. ja, gewiss. und was heisst hier hin und wieder. indem du zu beschreiben versuchst, was innen vorgeht, wendest du dich nach draussen. die sprache meiner kindheit kennt kaum worte für echte empathie und menschliche gefühle, alles war gottverbrämt. furchteinflößend und kontrollierend, berechnend, ach fuck it. schwierig für leute mit echten gefühlen und no way of expressing them or ever being heard. jede art von gehirnwäsche an kindern ist schwarz, wie auch immer geartet. aber ich verstehe, was du meinst, wenn du von gezeichneten generationen schreibst. nicht, dass je einer was gesagt hätte, aber die extreme zuwendung zu einer marginalen religionsgruppe meiner altvorderen war vielleicht deren einziger weg, irgenwie weiter zu leben.

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      1. Ha! “…indem du zu beschreiben versuchst, was innen vorgeht, wendest du dich nach draussen…” Ja, schon! “Desto subjektiver, desto allgemein interessierender!” (Dr. Bartuschka in Hirschgarten 1984; so was habe ich mir gemerkt, Hammer!), aber die meisten scheinen das als Gejammer und so aufzufassen…

        … ach, edles Martyrium… hüstel

        Ja! Ja ja ja! – Dein letzter Satz! Das ist es ja – und in diesem Sinne war der “reale Sozialismus” auch ‘ne “Religion”…

        Bla. – Bzw.: häff fann!

        (… aber ist es nicht schön, in die Postmoderne hinein geboren zu sein – ich freue mich täglich, chch…)

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      2. “Desto subjektiver, desto allgemein interessierender!” – weshalb ja literatur interessiert. wenn das subjektive gut ausgedrückt wird.
        ich weiß zwar next to nothing über die inneren auswirkungen des realen sozialismus, aber du wirst bestimmt recht haben. es war ja doch wohl so, dass das eigene dem größeren ganzen unterzuordnen war.
        und nochwas: der haken für die postmodern geborenen ist, dass sie für 2 generationen “nach”-denken und leiden. unsere eltern hatten nicht so recht gelegenheit, sich mit so duseleien aufzuhalten, die kämpften den überlebenskampf. irgendwie. und ihre seelenschrammen und die uns durch ihre deformation zugefügten sind unser paket. lost-moderne sind wir. hoffentlich sind unsere nachgeborenen heiterer, gelassener, fröhlicher. was ich so sehe, sind die aber bloß wurschtiger drauf. aber vieleicht zähle ich ja zu den schwarzsehern und kassandras.

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      3. … deswegen habe ich mir das ja gemerkt – der hatte das nicht im literarischem Kontext gemeint, sondern in der und für die Großgruppe…

        (… war nicht alles schlecht bei Margot und Erich, ach… hüstel…)

        … nee, es gab regelrechte “sozialistische Gebete”… und Götterstatuen aus Marmor und Gusseisen…

        Das finde ich jetzt echt stark, was Du da raus haust (vor allem, wenn ich bedenke, aus welcher Perspektive – d. h., mit oder nach welcher Vorgeschichte – Du das sagst; ich muss leider wieder darauf verweisen, dass ich eine “Lieblingsthese” von mir bestätigt sehe, nämlich den Gedanken, dass die – immer noch und immer wieder erfolgende – Überbetonung der Unterschiede von Mittis und Wessis auch die Gemeinsamkeiten überdecken soll); ich habe schon gar nicht mehr gewagt, damit anzukommen (obwohl die “praktische” Bestätigung dieser Überlegungen hier täglich im Hause habe, kein Joke!), dass und wie sehr immer wieder “Unerledigtes hoch kommt”; krass ist auch, dass in der DaDaEr 68 gar nicht stattgefunden wurde (während es im Westen “nur” rückgängig gemacht zu werden scheint), so dass es da in zwei “seelischen Ablagerungsschichten” vor sich hin brodelt…

        Ja, das frage ich mich auch öfter, ob ich nicht einfach ein Depri bin und nicht lieber durch den Dschungel tanzen sollte, yippieh…

        Ach was…

        (… häff fann…)

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  2. ich vermute mal, dass der im ursprung revolutionistisch angelegte reale sozialismus keine weitere revolution im sinne der 68er zulies. das hätte ja geheissen, dass das erreichte weiterer verbesserungen bedurft hätte. wo käme man da hin?
    und du hast recht: SO verschieden sind west und ost nicht, was von beiden seiten nicht so gerne zugegeben wird.
    was mein verständnis für meine eltern angeht: ich unterstelle mal, dass auch sie aus ihrer sicht das beste für ihre kinder wollten. an liebe und guten absichten hat es gewiss nicht gemangelt. aber die eigene hilflosigkeit, selbsterhaltungsdrang und eine sehr verschobene weltsicht haben’s halt vermurkst. für mich, jedenfalls. bin sicher, auch für meinen bruder. meine schwester scheint mit kleineren blessuren davongekommen zu sein. aber ich bin da nicht nachtragend. wer weiß, was ich alles angerichtet hätte, hätte ich meine kinder jemals lebend geboren. aber das ist wieder ein ganz anderes thema…

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